Traumdeutung · Träume begleiten unser Leben, von der Geburt bis zum Tode.

Aal
08.09.2013
ABSINKUNGSEFFEKT
08.09.2013

Traumdeutung · Träume begleiten unser Leben, von der Geburt bis zum Tode.

Sie stammen aus der Tiefe unserer Seele und gleichen Bildschriften, die einen Schlüssel brauchen, wenn wir ihren Sinn verstehen wollen. Einen solchen Schlüssel will OMSANTI Ihnen geben.

Es gibt viele Menschen heute, die nichts vom Traumdeutung halten. Manche behaupten sogar, sie träumen gar nichts. Doch ist es durch Experimente, wissenschaftlich nachgewiesen, dass jeder Mensch träumt, und zwar jede Nacht, wahrscheinlich sogar in jeder Stunde.

Nur wissen wir oft nach dem Erwachen nichts mehr davon. Das hat seine tieferen Ursachen. Man hat neuerdings erkannt, dass unsere Träume eine unenbehrliche Medizin für unsere Gesundheit sind. Sie hängen nicht nur untrennbar mit dem Schlafzustand zusammen, sondern sind genau so wichtig. Verwehrt man nähmlich einen Menschen das Träumen, so wird er krank.
Aus einer Studie des Schlaflabors der Universität Chicago, schliesst man daraus, dar der Mensch Träume braucht, um auf diese Weise seelische Spannung abzuleiten und unverarbeitete Eindrücke zu bewältigen. Der Traum reguliert unser unterbewusstes Seelenleben.

Heute aber, ist der wache und nüchterne Mensch geneigt, uber das krause Durcheinander unserer Traumbilder den Kopf zu schütteln und sie nicht ernst zu nehmen.

Nur wenn jemand im Traum Visionen und sehr eindrucksvolle Bilder hat, die Ihm in Erinnerung bleiben, sind wir beeindruckt und glauben, solchen Träumen, grosse Bedeutung beimessen zu dürfen.

Der Psychologe aber belehrt uns, dass gerade die krausen, ungeordneten Träume mehr Aussagewert haben, als die scheinbar so bedeutungsvollen.

Wer sich eingehend mit dem Traumphänomen beschäftigt, lernt wieder das Staunen über den Reichtum der Seele. Unsere Träume bilden die Pforte zu einer neün Welt; sie sind unverfälschtes Leben, der spontane Ausdruck unserer Empfindungen und Impulse, unserer heimlichsten, kaum bewussten Wünsche.

So unwichtig, wie es oft gesagt wird, sind folglich unsere Träume gar nicht. In vielen steckt ausserdem ein tieferer Sinn. Wir stehen in unseren Träumen einer Welt gegenüber, die grundlegend anders ist als die unseres Bewusstseins.

Die Seele des Menschen ist viel umfassender als die Welt seines Alltags, den die wache Vernuft erkennen lässt. Was wir mit ihr erkennen, sind nur kleine erhellte Gebiete des Bewusstseins, die von dem dunklen Hintergrund des Unterbewussten, des verborgenen seelischen Leben, sich abheben und immer bereit sind, zeitweise zu verlöschen.

Erst die Erfahrung der eigenen Träume kann die meisten Menschen davon überzeugen, dass sie Kräfte in sich tragen, die ihnen bisher nicht bewusst geworden waren.

Die Bilder des Traumes aus den Tiefen der Seele sagen dem Träumenden nicht nur Wünsche, Hoffnungen und Befürchtungen – sie können auch das Ahnen kommender Ereignisse verkörpern.

Es ist das Dunkel in uns, dessen Boten die Träume sind, die an die Tür unseres Schicksals klopfen. Wir müssen auf diese mahnenden Zeichen nur achten und sie zu verstehen.

Es ist in jedem Fall gut, diese innere Stimme nicht zu überhören, wenn es auch nicht leicht ist, ihre Wahrheiten einzusehen und zu befolgen.

Heisst doch die Deutung des Traumes nichts anderes, als dass der ganze Mensch mit allen seinen Äusserungen ernst genommen werden muss, nicht nur der aktive Mensch des wachen Lebens, mit seinen überlegten und bewussten Handlungen, sondern auch der passive Mensch mit seinem unbewussten seelischen Leben, wie es sich im Traume spiegelt.

Schliesslich verbringen wir ein Drittel unseres Lebens im Schlaf, und was in diesem geschieht, dürfte uns eigentlich nicht gleichgültig sein.

Die Träume haben einen viel tieferen Sinn als gemeinhin angenommen wird, und sie haben eine ganz natürliche Aufgabe im Seelenhaushalt zu erfüllen: Sie sollen die einseitigen Einstellungen des wach Bewusstseins ausgleichen und regeln.

Deshalb weisen sie die geheimsten Regungen in der Tiefe auf, die vom Bewusstein her nicht mehr zu erreichen ist, und geben oft eine Erkenntnis, die das Verständnis des Träumers übersteigt.

Den Träumen ist nichts zu gross und nichts zu klein. Sie behandeln die geringsten Kleinigkeiten des Alltags, aber ebenso Fragen, die der Menschheit von jeher die höchsten und wichtigsten waren. Oft tritt im Traum Verborgenes zutage.

Er kann zum Warner werden, aber er kann uns auch zukünftige Dinge voraussehen lassen. Wenn er die tieferen Schichten der Seele freilegt, können erstaunliche Fähigkeiten auftauchen, wie Hellhören und Hellsehen, Erinnerung an längst vergangenes und vorausahnen von Geschehnissen, die heute noch hinter dem undurchdringlichen Schleier der Zukunft verborgen liegen. Wir sind daher in unseren Träumen in einer ebenso echten Welt wie in der unseres wachen Lebens und tragen dort wie hier unser Dasein in unseren Beziehungen und unserem Verhalten zu den Dingen und Mitmenschen aus.

Das gleiche bekannte auch der grosse russische Erzähler Dostojewski: Im Schlaf und Traum verriet und zeigte meine Seele, was in meinem Herzen war, Zeigte es in deutlichen Bildern, der Wahrheit getreu und in prophetischer Form !

Der Glaube und das Wissen um die Bedeutung der Träume ist Uralt. Schon seit Jahrtausenden gehören Träume und ihre Deutung zum grossen Mysterium des menschlichen Seins.

Ausser vielen anderen Zeugnissen für die hohe Bedeutung der Träume aus älterster Zeit sei nur eine umfangreiche Papyrusrolle aus Ägypten erwähnt, die heute im britischen Museum in London aufbewahrt und deren Alter auf fast 4.000 Jahre geschätzt wird.

Ägypter und Assyrer, Chaldär undPhönizier waren Meister der Traumdeutung, auf ihren Erkenntnissen bauten wiederum die Griechen und Römer ihre Werke auf.

So glänzt der Ruhm des Artemidoros aus Daldis, der im 2. Jahrhundert n. Chr. lebte, und der Bischofs Synesius von Kyrene aus dem 4. Jahrhundert bis auf unsere Tage.

Im 8. Jahrhundert erlebte dann die Traumdeutungskunst durch die Araber eine neü Blüte. Ihren Höhepunkt erreichte sie in solchen Traumdeutern wie Abu Sirin und Achmed F. Serim, der als Leibartz am Hofe des Kalifen Al-Manum lebte. Sein Traumbuch, das den griechischen Namen “ Oneirocritica “ = Traumdeutung, Traumauslegung trug, wurde erstmalig im 17. Jahrhundert, heraus gegeben.

Durch die Aufklärung bedingten Entwertung des Traumlebens trat nun eine um so höhere Bewertung gegenüber, denn man entdeckte nun wieder die verborgene Gesetzmässigkeit und tiefere Bedeutung der Träume und ihrer Symbole.

Den Durchbruch vollzog der Wiener Arzt Siegmund Freud, der eine neü Periode der Traumdeutung einleitete und den Traum in den Dienst der Neurosen-Heilung stellte.

Er zeigte vor allem rücksichtslos die bis dahin verpönte und verschwiegene Beziehung zum sexüllen in unserem Traumleben, wenn er auch darin zweifellos zu weit ging. Doch bewies er auch, dass der „manifeste“ Traum, wie wir uns seiner erinnern, nur ein Bruchteil des viel umfassenderen “ latenten “ Traumlebens ist, von dem wir durch unser Wachbewusstsein rigoros getrennt werden.

Wir träumen also noch viel mehr, als wir uns dessen erinnern. Um so wichtiger ist es aber, das Wenige sorgfältig zu prüfen und daraus Schlüsse auf unser selbs verdecktes Seelenleben zu ziehen.

Hier liegen die grossen Verdienste der Tiefenpsychologie, die in unseren vorliegenden Traumdeutungen weitgehend berücksichtigt ist.

Nach Freud war es zunächst Wilhelm Stekel, der statt der zahllosen Traumsymbole und Einzelheiten mehr die Zusammenhänge in Traumserien beachtete, wo also jemand immer wieder etwas träumt, womit er nicht fertig wird.( Abfahrende Züge, nicht durchgeführte Unternehmungen, Anfänge zu einem Hausbau usw. ). Es folgten in der Tiefenpsychologie Alfred Adler, der stärker als das Sexuelle, dass das Individuelle und besonders Macht und Geltungsstreben als bestimmende Triebfeder in unseren Handeln und so auch in unseren Träumen sah. (wir kommen immer zu kurz, dürfen irgend etwas nicht mitmachen, werden übergangen, wo wir doch so viel können und geleistet haben usw.).

Eine andere, tiefere greifende Wendung, sowohl in der Erforschung unseres unbewussten Seelenlebens als auch für die Traumdeutung brachte der Züricher Psychiater C.G. Jung, der über das Individülle wieder ins Universelle, das „kollektive Unbewusste“ vordrang und nachwies, wie in unseren Traum-Symbolen uralte menschliche Seelenbilder, sogenannte Archetypen, leben.

Hier wird der Traum zur Ergänzung unseres Wachbewusstseins, er will uns sogar warnen, Schlimmes abwehren, auf kommende Möglichkeiten und Ereignisse hindeuten.

Damit wurde ein neür Kreis geschlossen zur Traumdeutung der Alten, die noch ganz in den tieferen Seelenschichten lebten und der Aussenwelt nicht so zugewandt waren, wie wir Heutigen.

Deshalb müssen wir uns auch hüten, in den Traumdeutungen allzu ausserlich zu bleiben, auch wenn der heutige Mensch natürlich viel mehr mit seinem Aussenleben verbunden bleibt und davon Wiederspiegelungen in den Traum hinein nimmt.

Aber gerade das, was der Traum daraus macht und was uns oft so wiedersinnig erscheint, bildet eine wichtige Ergänzung zu unserer nüchternen, materiellen Überlegung in der Tageswelt und will uns lehren, was wir darin Falsch machen und worauf wir Achten sollen.

Oft scheint es, als würden wir im Traum für das, was wir im Wachzustand tun oder tun wollen, verspottet. Es ist manchmal etwas wie ein Traumkobold in uns wirksam, was uns verhöhnt wo wir im äusseren Leben allzu selbstsicher und siegesgewiss auftreten.

Im Traum misslingt uns das Selbstverständliche, allzu Gewohnte; eine Arbeit, die wir sonst spielend beweltigen, bleibt liegen, eine kurze Strecke zu gehen, fällt uns riesig schwer, wir machen alles verkehrt, was wir doch sonst immer richtig gemacht haben.

Zum Teil liegt das allerdings daran, dass wir im Schlaf unseren Körper nicht beherrschen und mit einem Teil unseres Wesens ausserhalb von ihm sind.

So können wir plötzlich nicht laufen, unsere Beine haften am Boden, wenn wir eben noch einen anfahrenden Zug erreichen wollten.

Wir können uns nicht anziehen, wenn wir an einer Gesellschaft teilnehmen wollen, und laufen halbnackt, in einem unmöglichen Aufzug herum.

Wir machen uns lächerlich, weil uns die kleinsten Verrichtungen nicht mehr gelingen wollen, und wir atmen auf, wenn wir erwachen und merken, dass wir das alles nur geträumt hatten !

Die Tiefenpsychologie wird deshalb in unseren Traumdeutungen herangezogen,wo ihre Deutungen von denen der alten Zeit abweichen oder sie für unsere heutigen Verhältnisse ergänzen. Vielfach erkennen wir jedoch, dass die moderne Forschung mit ihren hochentwickelten Methoden der Traumdeutung die alten Überlieferungen nur bestätigen können.

Im Laufe der Jahrhunderte sind also die Ansichten über das Wesen der Träume in den verschiedenen Kulturen weitgehend von einander abgewichen. Aber ob man die Auffassung vertreten hat, die Träume seien wirkliche Erlebnisse der Seele, die den Leib während des Slafes verlässt, oder glaubte, die Träume kämen von göttlichen oder dämonischen Mächten, ob man in ihren Äusserungen, innere, dem Verstand nicht zugängliche Gefühle sah.

Eines lässt sich nicht bestreiten:
Überall bestand die Auffassung, das alle Träume Sinn und Bedeutung hätten, auch wenn wir nicht fähig waren, sie zu verstehen. Den Sinn endeckt man aber, wenn man den Schlüssel zu ihrer Entzifferung besitzt.

Wer den Sinn seiner Träume, die ihm recht oft verworren erscheinen, ergründen will, benötigt dazu gewisse Richtlinien, die im Laufe von Jahrtausenden enwickelt worden sind.

Um nun jedem, der an der Deutung seiner Träume interessiert ist, die Möglichkeit dazu zu geben, wurden hier die wesentlichen Anhaltspunkte und Symbole in leicht, verständlichen Kennworten, alphabetisch zusammengestellt.

Es wäre aber verfehlt, sich allzu starr an das Wort zu klammern, denn die Bildcharakter tragenden Symbole, müssen wie bei einem Mosaik zusammengesetzt werden, wobei auch nebensächlich erscheinende Dinge zu berücksichtigen sind. Nur auf diese Weise ist es möglich, einen Trauminhalt zu verstehen.

Zur Benutzung unserer Traumdeutungen, sei daher empfohlen, nicht wahllos Symbol an Symbol zu reihen, sondern auf die Zusammenhänge zu achten, in denen sie uns erscheinen, und daraus zu kombinieren.

Auch kann ein und dasselbe Symbol jeweils ganz Verschiedenes bedeuten, entsprechend der Lebenssituation des Träumers. Doch kehren gewisse grundlegende Bedeutungen immer wieder und haben sich in der menschlichen Seele, d.h. in unserenm Unterbewusstsein, durch die Jahrtausende forterhalten.

Das beweist der Vergleich der modernen Forschungsergebnisse mit den alten Traumdeutungen, die für uns heute, wieder an Wert gewonnen haben.